LÖTEN, aber richtig- Tips und Hilfen

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Ein paar Tips rund ums löten:

TEMPERATUR: Auch ich habe früher bei größeren Lötstellen wie Masseanbindungen oder so die Temperatur hochgedreht. Als ich aber in der ehem. Fa. eine nach ISO zertifizierte Lötschulung bis Klasse 3 bekommen habe, wurde uns erklärt, wo der Fehler liegt. Die empfohlenen 350Grad verbleit/ 400 Grad bleifrei beziehen sich auf ALLE Lötstellen, egal wie schmal oder breit sie sind. Das Vorwärmen der PCB wird bei allen Lötstellen empfohlen, da der Temperatur-Unterschied von Leiterplatte = 20Grad und Lötkolben 350Grad ein erheblicher "Stress" für das Material bedeutet. Wenn die Temperatur erhöht werden muss, ist es immer ein Zeichen dafür, daß man die Temperatur des Lötkolbens bedingt durch zu kleine Spitze nicht bis zur Lötstelle bekommt. Daher, große Lötstellen/Flächen erfordern große Lötspitzen. Ein (für mich) gutes Mittelmaß ist 2.5mm Breite. Mit etwas Übung kann man damit auch SMD löten, selbst TQFP, aber man kann/sollte die Spitze je nach Lötstelle wechseln. Wir haben Testlötungen durchgeführt auch mit erhöhter Temperatur und ohne Vorwärmung und uns diese dann per Röntgen-Mikroskop angeschaut: Rund um die Lötstelle war die PCB innerlich bereits delaminiert! Also die einzelnen Epoxy-Schichten haben sich getrennt. Wenn es viel zu viel ist, kann man auch anhand einer Farbänderung rund um die Lötstelle dies erkennen. Folgen können dann sein: Die Durchkontakierung kann bereits beschädigt sein und ggf. (z.B. bei +5V oder Masse) nicht mehr höhere Ströme führen.

LÖTSPITZE REINIGEN: Früher wurde ja gerne z.B. auch bei Weller ein kleines Kissen feucht gemacht um den Lötkolben abzustreifen. Habe ich auch lange gemacht. Es hat sich über die Jahre aber herausgestellt, daß die Lötspitzen unter diesem "Abschreck"-Effekt nicht so lange halten. Eigentlich auch verständlich... Als wir damals auf die Hakko Lötkolben umgestiegen sind, war da ein "Akkupads" also so ein Drahtgewulst wie zum reinigen von Töpfen/Pfannen zum reinigen der Lötspitze anstatt ein Schwamm. Dies habe ich seitdem auch nur noch in Gebrauch. Praktische Sache: ein ehemaliges 1050-Abschirmblech gefüllt mit einem Akkupads 🙂 Wunderbar!

FLUSSMITTEL: Fast jeder kennt ja noch das Flussmittel Kolophonium, das beim löten diesen herrlichen süsslichen Duft erzeugt... Ist bei modernen Lötzinn-Sorten eher selten, gibt es aber noch. Denn eigentlich gibt es kein besseres Flussmittel als Kolophonium. ABER: es entstehen diese gold/braunen Rückstände rund um die Lötstelle. Diese sehen nicht nur unschön aus, können nach ein paar Jahren aber die Lötstellen angreifen. Daher nach dem Löten mittels Isoproanol, Leiterplattenreiniger oder auch Brennspiritus mit Hilfe eines "harten" Pinsels (gekürzte Borsten) die Lötstellen nass sauber "schrubben", dann nochmal großzügig alles "abspülen" und am besten mit Druckluft trocknen.

THT LÖTSTELLEN: Beim THT Löten ist es bei Widerständen, Transistoren und alles andere was zu lange Drähte hat notwendig, diese nach dem löten abzuknipsen. Dabei gibt es auch etwas zu beachten:durch das abknipsen der Drähte entsteht eine blanke Kupferstelle, da wo man geschnitten hat. Wenn man diese nun so lässt, wird es an dieser Stelle irgendwann durch Luftfeuchtigkeit zu einer Bildung von Kupferoxyd kommen. Dieses Kupferoxyd sorgt auf lange Sicht dann dafür, das es sich rund um den Draht -auch im Lötzinn!- nach oben frisst. Wer schon öfter mal nen Röhren-TV, Schaltnetzteil oder andere Dinge die hohe Spannungen haben repariert hat, wird das kennen: Bauteildraht steht beweglich in einem "Tunnel" im Lötzinn! Daher: nach dem löten und kürzen der Pins einfach nochmal kurz verzinnen, dann ist das Kupfer geschützt!

Wer auch gerne Bilder anschauen möchte: gebt mal bei Google "schlechte Lötstellen" ein und klickt dann auf Bilder!

Gruß, Wolfram.

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. Hallo Wolfram, Jürgen, etc.

Passt jede Lötspitze in jeden Lötkolben? Gibt es da Qualitätsunterschiede?

Tschüß

Mathy

Schreibe nicht der Absicht zu, was man mit Dummheit oder Ignoranz erklären kann.

"Diese Frage kann ich beantworten, Sir, mit einem klaren "NEIN"."

Die Form ist hersteller- und, innerhalb eines Herstellers, teilweise noch modellabhängig. Da gibt es x verschiedene Varianten.

Die nassen Schwämme benutze ich auch seit Jahren nicht mehr; ein einfacher Edelstahlschwamm ist m.M.n. deutlich schonender für die Spitzen. Wir haben auf der Arbeit solche Teile:

th-997195096.jpg

Anhänge:

Sleeπ

Mathy schrieb: . Hallo Wolfram, Jürgen, etc.

Passt jede Lötspitze in jeden Lötkolben? Gibt es da Qualitätsunterschiede?

Tschüß

Mathy

bei den Weller habe ich festgestellt, daß die originalen viel besser sind. Gibt/gab auch Nachbauten, wohl aus China die waren schnell durch damit.

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Gerade bei Aliexpress gefunden:

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Alles stark reduziert! Die Heizplatte für knapp 5€ ist echt ein Schnäppchen!

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Ich habe heute zum ersten mal mit bleifreiem Lot gearbeitet. Mein Vorrat an bleihaltigem Lot beschränkt sich auf 1mm dicken Lötdraht. Da ich gerade ein paar extra kleine UGV Platinen die für den 600Xl optimiert sind bestücke und die Platine komplett aus SMD Bauteilen besteht wollte ich mal dünneres Lot testen mit 0.6 mm Dicke.

Habe den Lötkolben etwas höher temperiert und hat auch funktioniert. Was mir aber aufgefallen ist:

Die Lötstellen glänzen nicht so schön wie bei meinem alten bleihaltigem Lötzinn. Mit dem neuen bleifreien Lot sind die Lötstellen richtig Matt.

Ist das normal oder mach ich noch was falsch, z.B. falsche Temperatur. Ich hab meinen Lötkolben auf 390 eingestellt. Sonst beim verbleibten hab ich eher 350-360.

Ich habe mir mit dem SYS-Check 2.2 meine XLs angeguckt. Da ist ein 800XL und ein 600XL wo zwei DRAMs gemeldet werden. Am 600er auch das ROM. Der 800XL ist nicht gesockelt. Habe mal an einem Testboards auslöten geübt. Das war nix. Mit der Entlötlitze komm ich nicht tief genug und mit der manuellen Pumpe habe ich Stunden gebraucht um zwei DRAMs heraus zubekommen. Und das Board sah aus wie nach einem Waldbrand. Was kann ich nehmen? Eine Entlötstation mit einer Pumpe? Oder, so einen Aufsatz für den Lötkolben, der die Beine eines ICs gleichzeitig flüssig macht und dann abziehen? Grüße, Ingo

8 Bit reichen völlig aus

Olix schrieb: Die Lötstellen glänzen nicht so schön wie bei meinem alten bleihaltigem Lötzinn. Mit dem neuen bleifreien Lot sind die Lötstellen richtig Matt.

Sind alle matt. Machmal denke ich das die eine oder andere Lötstelle kalt ist, sind aber alle ok. Gruß Wolfgang

BöserWatz schrieb: Was kann ich nehmen?

Das ist letzendlich u. a. eine Preisfrage... * gg *

Bei den verschiedenen, manuellen Pumpen, die ich in der Hand hatte, fand ich bisher die "Edsyn Soldapult Deluxe" am besten:

image.jpg

Die Edsyn ist zwar mit um die 25 € deutlich teurer als so ein 5 € - Teil, saugt aber a) viel Material weg, ist b) (relativ) Rückstoßfrei und läßt sich c) gut zerlegen/ säubern. D) Die Spitzen kann man austauschen.

Die benutzen wir auf der Arbeit nur noch.

Gibt´s z. B. bei https://www.reichelt.de/entloetpumpe-soldapult-ds-017-deluxe-antistatisch-ds-017-ls-p225336.html?CCOUNTRY=445&LANGUAGE=de, https://www.conrad.de/de/p/edsyn-soldapult-deluxe-entloetsaugpumpe-antistatisch-810940.html, https://de.farnell.com/edsyn/ds017ls/entl-tpistole-antistatisch/dp/835511, https://www.voelkner.de/products/102140/Edsyn-Soldapult-Deluxe-Entloetsaugpumpe-Antistatisch.html, oder, wenn es sein muss, am teuersten bei https://www.amazon.de/Unbekannt-DS017LS-EDSYN-ENTL%C3%96TSAUGPUMPE-SOLDAPULT-DELUXE/dp/B003A6BCXU.

Ein kleiner Tip: Wenn man Lötkolben und Entlötsaugspitze gleichzeitig auf die Lötstelle hält und dann die Pumpe auslößt, passierte es leicht daß die Spitze der Pumpe einen kleinen Stoß auf die Lötkolbenspitze ausübt, welche dann ihrerseits den kleinen Stoß auf die Platine überträgt. Dabei kann es passieren daß eine empfindliche Leiterbahn/Lötauge beschädigt wird. Ich habe mir angewöhnt unmittelbar vor dem Auslösen der Pumpe die Lötspitze leicht gegen die Spitze der Pumpe anzuheben um das zu vermeiden. Manchmal hilft es auch etwas frisches Lötzinn auf die zu entlötende Stelle zu geben.

Wie gut das entlöten klappt hängt m. E. auch von der Qualität der Platine ab. Wenn die Löcher sehr eng sind ist es schwieriger, auch sind bei manchen Platinen die Lötaugen / Leiterbahnen sehr empfindlich, andere stecken ohne Problemem mehrere Wechsel eines Bauteiles weg...

Ich würde auf jeden Fall erst mal an einer Schrottplatine üben.

Wenn man mehr Geld in die Hand nehmen will kann man auch eine Entlötstation kaufen. Mein Lieblings-YTuber stellt hier seine vor:

https://www.youtube.com/watch?v=_RQpyO4tuy0

Dabei ist man dann aber schon im 4-Stelligen €-Bereich. Das lohnt sich m. E. nur wenn man a) genug Kohle hat oder b) das Gerät oft nutzt.

Er macht übrigens sehr schöne Reparatur-Videos, hauptsächlich braune Ware und Meßgeräte. Dabei repariert er nicht einfach nur, sondern erklärt er immer sehr schön wie er den Fehler einkreist und findet.

Anhänge:

Sleeπ

Sleeπ schrieb: Bei den verschiedenen, manuellen Pumpen, die ich in der Hand hatte, fand ich bisher die "Edsyn Soldapult Deluxe" am besten:

Gibts noch andere 😁 Die benutzen wir auch. So die letzten 40 Jahre ❓ Für feinere Sachen hat Lötsauglitze oder ne Station. Gruß Wolfgang

Also dem Tipp mit der Soldapult kann ich mich nur anschließen. Mit etwas Übung und der richtigen Technik ist die bei wenigen Lötstellen fast so effektiv wie eine Entlötstation. Kein vergleich zu den billigen Minipumpen. Als ich das Teil bekommen habe bin ich erst mal über die Größe erschrocken 😀 Wenn man mal aber viele Teile auslöten muss, lohnt sich eine Entlötstation aber schon. Es gibt auch günstige Geräte wie die ZD-915, die habe ich: 61sXl-IcolL._SL1000_.jpg https://www.amazon.de/Regelbare-digitale-Entl%C3%B6tstation-ZD-915-ESD/dp/B00T6FYP1A

Aber man darf da keine Wunder erwarten. Man muss trotzdem die richtige Technik anwenden. Dazu kann ich nur mal wieder auf TF-HHs Bastelecke im ABBUC Magazin verweisen:

Folge 4 im Magazin 152, Seite 14-18 - Hier geht es ganz explizit um das Thema "Entlöten"

Es gibt auch die Methode mit Heißluft. Das hilf vor allem bei störrischen ICs die absolut nicht mit Entlötepumpe oder Litze rauswollen, weil zum Beispiel an der Obserseite eines Massepins das Lot nicht richtig abgesaugt wird. Da habe ich aber wenig Erfahrung mit.

Ganz wichtig ist auf jeden Fall, vor dem ENT-Löten immer noch ein ganz klein wenig frisches Lötzinn an die Pins aufbringen. Und beim entlöten von ICs, falls alle Pins entlötet sind, von oben immer mal leicht gegen die Füsschen drücken, dann löst sich meist auch noch die letzte kleine Lötverbindung. Dann immer noch jedes einzelne Füßchen prüfen ob es sich wiklich frei im Loch bewegen lässst. Im Zweifelsfall nochmal etwas Lötzinn aufbringen und Vorgang wiederholen. Erst wenn sich das ICs ganz leich hin und her wackeln läßst, dieses rausziehen. NIEMALS mit Gewalt. Besonders bei den XE Boards hat man sonst ruck zuck eine Leiterbahn abgelöst.

Prinzipiell aber üben, üben, üben ...

Anhänge:

Moin Ingo,

BöserWatz schrieb: Ich habe mir mit dem SYS-Check 2.2 meine XLs angeguckt. Da ist ein 800XL und ein 600XL wo zwei DRAMs gemeldet werden. Am 600er auch das ROM. Der 800XL ist nicht gesockelt. Habe mal an einem Testboards auslöten geübt. Das war nix. Mit der Entlötlitze komm ich nicht tief genug und mit der manuellen Pumpe habe ich Stunden gebraucht um zwei DRAMs heraus zubekommen. Und das Board sah aus wie nach einem Waldbrand. Was kann ich nehmen? Eine Entlötstation mit einer Pumpe? Oder, so einen Aufsatz für den Lötkolben, der die Beine eines ICs gleichzeitig flüssig macht und dann abziehen?

Zum Entlöten haben ja schon einige hier gute Tipps gegeben. Beim 600XL sind die RAMs gesockelt, da sollte es ja keine Probleme geben. Aber Hinweis: Wenn der 600XL nur 16 KB RAM hat, wird von Sys-Check immer ein Fehler ab $4000 erkannt. Weil er eben nicht mehr als 16K RAM hat 😀

Mein PN Eingang ist hier abgeschaltet. Kontaktaufnahme bitte per EMail (siehe Avatar ;) )

tfhh schrieb: Wenn der 600XL nur 16 KB RAM hat, wird von Sys-Check immer ein Fehler ab $4000 erkannt. Weil er eben nicht mehr als 16K RAM hat

... wenn man jetzt nur wüsste wer das Sys-Check erfunden hat. Dann könnte er das ja nachbessern 😉

Olix schrieb: ... wenn man jetzt nur wüsste wer das Sys-Check erfunden hat. Dann könnte er das ja nachbessern 😉

Ich habe mir darüber mehr als einmal Gedanken gemacht, komme aber zum Schluß, daß es nicht zielführend ist. Denn der Sinn und Zweck des Speichertests ist nicht nur RAM-Test allein, sondern auch Prüfen der ROM/RAM sowie Selbsttest-Umschaltung via Port-B der PIA. Ebenso dauerhaft angeblich eingesteckte Module (Defekt an MMU und/oder RD4/RD5) werden dann nicht erkannt.

Und da alle mir bekannten 600XL gesockelte RAMs haben, ist hier ein Test durch andere RAMs (man kann auch die 41464er einstecken, ohne Mod werden weiterhin nur 16K erkannt, aber es geht problemlos) einfach(er) möglich.

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War von mir auch nicht ernst gemeint. Ich liebe mein Syscheck so wie es ist

Hi,

1) wie heiß wärmt man die Platine vor ???

2) beim Entlöten von Chips sauge ich mit einem Entlötkolben von jedem Lötauge das ab, was abzusaugen geht. Danach packe ich den Chip mit einem Greifwerkzeug und erhitze die Platine an der Stelle, wo der Chip sitzt mit einer Heißluftpistole. Meine ist im Luftdurchsatz und gradgenau in Temperatur regelbar. Als Spitze verwende ich eine Runddüse mit ca 8 mm Öffnung und kreise damit einige male die Lötpunktreihen des Chips ab. Da nur noch wenig Lötzin vorhanden ist dauert das Erwärmen nicht lange, so daß nach ca 5 Sekunden der Chip quasi aus der Platine fällt. Danach die Lötaugen nochmals absaugen, damit alle Öffnungen wirklich frei sind. Dann einmal etwas Flußmittel aufpinseln und nochmals kurz den Lötkolben (ohne Zinn) draufhalten, dann verläuft restliches Lot so, daß hinterher bei der Reinigung mit einem Papiertuch und Alkohol das Papiertuch nicht an rauhen Stellen zerfleddert. Danach sieht die Platine an der Stelle quasi jungfräulich aus. Leider gibt es einige Platinenlacke, die sich bei Verwendung von Alkohol als Reiniger anlösen, Farbe verlieren und stumpf werden (Atari 1050 Platine). Bei modernen Platinen passiert das üblicherweise nicht.

CU, Erhard

Jede Info, die zu Hause auf meinem Rechner liegt habe ich unterwegs nicht verfügbar. Jede Info, die im Netz liegt finde ich nicht wieder, wenn ich sie benötige.

Hallo,

Um die Platine vorzuwärmen reichen meist schon so 150-180Grad. Mehr geht aber auch. Wichtig ist es, das die Platine großflächig um den "Hotspot" also dem zu entlöteten Teil erwärmt wird.

Die ganzen Entlöt-Hilfen sind meines Erachtens nicht 100% optimal. Ich hatte auch lange Zeit die Vakkuum Entlötstation von Weller im Einsatz, durch die mechanische Belastung die zwangsweise auftritt, haben sich öfter mal Lötpads abgelöst. Gerade bei den billigen XE Platinen.

Dann habe ich Ende der 90er einen guten Freund kennengelernt, aus der ex-DDR, Brandenburg. Er hat mir so einige Tips gegeben bei dem der zum Entlöten eigentlich DER BESTE war! Auch ich musste erstmal schmunzeln und war skeptisch... ABER: Eine bessere Methode und vor allem Bauteil UND Platinen schonende Methode gibt es eigentlich nicht:

Man nehme:

Einen Schlauch, ca. 30cm und ca. 6-8mm dm. Möglichst einen hitzebeständigen, zur Not geht aber auch ein normaler Aquarium Schlauch. Man nimmt das eine Ende in den Mund (ja, Deinen Mund!) erhitzt die Lötstelle und führt gleichzeitig den Schlauch an die Lötstelle und pustet kräftig. Dabei fliegt das flüssige Lötzinn durch die Lötstelle hindurch auf die Oberseite bzw. auf den Tisch. Nun mag jeder denken, dann gibt es ja Kurzschlüsse auf der Oberseite... Nein, dachte ich auch, aber das Zinn ist durch das pusten so schnell abgekühlt das es mit einem Pinsel o.Ä. ganz leicht abbürsten lässt. Die Lötstelle sieht danach aus wie noch nie gelötet! Absolut sauber! Glaubt mir, ich habe etliche XLs damit entlötet und zwar alle 40poligen ICs hintereinander um die zu Sockeln! OK, nach einer XL Platine kann es gut sein, daß man an zu sabbern anfängt 🙂 Aber es funktioniert einfach Klasse! Achtung: sollte man dies im Sommer bei kurzer Hose tun, achtet drauf, wenn Lötzinn auf die nackten Oberschenkel spritzt, kann es etwas zwicken! (eigene Erfahrung!)

Zu dem bleifreien Lötzinn: Es ist völlig normal das die Lötstelle matt wird und nicht glänzt. Inzwischen "geht" das ja, aber in den Anfängen mit bleifrei sahen die Lötstellen immer aus wie nach einem Wasserschaden. Um die Lötstellen glänzend zu bekommen müsstest Du unter reinem Stickstoff löten. Der Sauerstoff der Luft sorgt für das matte. Die Lötstelle selber ist dadurch aber nicht schlechter.

Das mit dem Schlauch: PROBIERT es unbedingt mal! Ihr werdet überrascht sein!

Gruß, Wolfram.

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Du weißt schon , dass der 1. April schon vorbei ist 😀 😀 😀

Also das mit dem Schlauch hört sich schon etwas schräg an Aber manchmal sind die verrückten Tipps ja die Besten. Ich werde das definitiv mal testen .

Mach davon doch mal ein kleines Video. Das wird im Netz sicher der Renner 😉

es ist definiv KEIN April Scherz! Wirklich nicht! Es funzt super!

Video: GD 🙂 (Gleicher Gedanke) Das mach ich gerne, wenn ich was entlöten muss.

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Wo wir gerade bei kuriosen Tips dabei sind: Vom gleichen Freund aus der DDR auch folgender Tip um ein richtig geiles Flussmittel herzustellen: Man bestellt sich in der Apotheke Kolophonium. Das sind erstmal nur dicke Kristalle. Diese dann in ein Glas geben und mit Spiritus oder reinem Alkohol auffüllen. Unter längeren Rühren ergibt sich dann eine breige bis flüssige Masse. Erstmal mit weniger Spiritus probieren. Es soll am Ende eine leicht mit dem Pinsel aufbringbare Flüssigkeit bilden. Dann kann man diese mittels Pinsel auf die Lötstellen aufpinseln und das Zinn fliesst wie von Geisterhand! Klappt super gut! Aber: Wie immer mit Kolophonium: Nach dem löten reinigen! Reinen Alkohol, Isopropanol oder Spiritus ghet gut.

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Ich hab da noch einen Tip, vielleicht nicht direkt zum Thema löten dennoch sehr praktisch: Man nehme eine Kompressor aus einem Kühlschrank. Beim trennen der Kupferleitungen wird es etwas zischen, das ist das Kühlmittel. (Wer nun bedenken hat wegen Umweltschutz, nicht weiterlesen) Wenn der Kompressor ausgebaut ist, kann man da, wo ursprünglich der Thermostat-Schalter dran war, eine Brücke setzen. Wo der Druck- und Saug-Anschluss ist, dürfte schnell herausgefunden werden. Den Druckausgang nun mit einem langen Schlauch versehen (Abteilung Aquarium) , Dann hat man einen ganz leisen Kompressor zum Reinigen, Entlöten oder Luftballons aufpumpen. Die Saugseite kann man auch verwenden, wozu bleibt jedem überlassen. Ich habe sowas in Verbindung mit einer alter Gasflasche als Tank gebaut und dient als ruhiger Airbrusch-Kompressor. Man muss nur beachten, das der Kompressor ca. 0.5 Jahre hält, da er ja keine "Schmierung" mehr bekommt. Abhilfe: ab und zu mal ein Schluck Öl. Dafür ist es aber alles super billig und helpful.

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Hi,

ich verwende seit geraumer Zeit nach einer Empfehlung durch TF_HH die XYTRONIC LF-8800.

Die ist übrigens aktuell bei Reichelt preiswerter als bei einem bestimmten großen Online-Markt.

XYTRONIC LF-8800.jpg

Da der Entlötkolben dieser Station mit einer Vakuumpumpe arbeitet gibt es keinen Rückschlag wie mit den federbasierten Entlötpumpen.

Ab und an ist neben einer Leerung des Auffangbereichs für die Zinnreste meines Erachtens eine gründliche Reinigung angesagt.

Das feuerfeste Glasrohr reinige ich dann mit Spritus und dem 9mm Gewehrlaufreinigungsset von Decathlon und da nehme ich die Kunststoffbürste.

Die eingebauten austauschbaren Filter verhindern, daß Schmutzpartikel in die Vakuumpumpe gelangen.

Bei jeder Reinigung tausche ich den Wattefilter im Glasrohr. Dafür schneide ich ein herkömmliches Wattepad zurecht und schau, daß es nicht zu stark gepreßt wird, da sonst der Luftdurchsatz beeinträchtigt wird.

Die Reinigung klingt nach Arbeit und ist es auch. Aber wenn ich Zinnreste quer über den Tisch puste würde ich den ja auch reinigen wollen.

Temperaturen stehen bei mir auf ca 350 Grad.

CU, Erhard

Anhänge:

Jede Info, die zu Hause auf meinem Rechner liegt habe ich unterwegs nicht verfügbar. Jede Info, die im Netz liegt finde ich nicht wieder, wenn ich sie benötige.

mega-hz schrieb: Gerade bei Aliexpress gefunden:

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Alles stark reduziert! Die Heizplatte für knapp 5€ ist echt ein Schnäppchen!

Heute sind die bestellten Vorheizplatten und die Lötstation sowie etliche zus.bestellte Lötspitzen angekommen! Die Heizplatte ist etwas größer als ne Zigarettenschachtel, hat 400W an 230V~ und heizt sehr schnell auf. Die 4 Füße sind magnetisch, wenn man eine Stahlplatte als Tisch hätte, würde sie bombenfest darauf kleben. Aber selbst mit nur 4 Gummi-Klebepads steht sie gut. Da die Platte nur die beiden Drähte herausgeführt hat, werde ich noch eine kleine Temperatur-Steuerung bauen sowie einen Temperaturfühler einsetzen. Dann kann man die Temperatur auch schön einstellen. Muss ja auch nicht dauerhaft 400W verheizt werden... Ist ein günstiges super Hilfsmittel!

Die Lötstation ist echt der Hammer (im positiven Sinne!): Sie heizt innerhalb von 6-7 Sekunden von 19 auf 380Grad auf. Es gibt Standby-Timer und sie merkt auch wenn man den Lötkolben in die Ablage gestellt hat. Ausserdem gibt es einen Power-Off Timer. Alles in dem kleinen Menü einstellbar. Die Temperatur kann man auch noch genau kalibrieren! Man könnte sie sogar per externer 24V Spannung z.B. am LKW benutzen, falls man das muss. 12V soll wohl auch gehen, dauert dann aber länger zum aufheizen. Das Gehäuse ist aus einem soliden Aluprofil gefertigt. Im Gehäuse befindet sich ein hochwertig aussehendes 24V Schaltnetzteil sowie an der Frontplatte das Display mit Temperatur-Regelung. Diese Regelung ist extrem schnell so das bei großen Flächen die ausreichende Temperatur immer gegeben ist! KEIN Vergleich zum alten Weller Magnastat! Es macht vom ersten Versuch an extrem viel Spaß damit zu löten! Selbst bleifreies Zinn lässt sich super löten! (und das bei ebenfalls "nur" 380Grad) Mit dem Weller hatte ich da immer etwas Schwierigkeiten. Einfach Klasse! Ich muss sogar sagen, das Löten geht sogar besser als mit den HAKKOs in der Firma damals! Die Ersatz-Lötspitzen habe ich mir gleich mitbestellt, da ich manche Spitzen die schon dabei waren so spitz sind, daß man sich gleich nen blutigen Finger holen kann. So extrem feine Spitzen benutze ich nicht, auch 3 abgeschrägte sind dabei, die brauche ich wohl auch nie. Die Lötspitzen sind übrigens kein Nischenprodukt nur für diese Station, scheinbar gibt es in China nur 2-3 verschiedene Arten von Spitzen, was auch gut ist, so kann man bei Bedarf auch mal ne neue bestellen. On-the-fly Spitzenwechsel ist auch möglich! Mit ihren 105W kann man sehr gute Ergebnisse erzielen! Bin echt happy damit! Das Geld hat sich gelohnt.

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Die Steuerung für die Heizplatte läuft bereits! Man kann mittels + und - Taster die Ziel-Temperatur einstellen, mit Enter bestätigen. Oder wenn nicht im Setup-Modus: Enter um die Heizung aus oder einzuschalten. Als Anzeige für die Temperatur benutze ich ein günstiges SPI-OLED 128x64 Display. Als Controller einen Arduino-Nano. Als Temperatur-Sensor wollte ich erst einen MAX6675 nehmen um ein K-Thermoelement auszulesen, aber da ich keinen hatte, habe ich es per KTY83 gemacht, ist wesentlich billiger (paar cent) und reicht völlig aus für die Vorwärmplatte. Ob da nun 150 oder 160Grad anliegen spielt keine Rolle. Als Netzteil verwende ich einen AC/DC Wandler, 230V~/5VDC. Um die Heizplatte anzusteuern benutze ich ein SSR (SolidStateRelays). Die Software und Hardware ist somit einsatzfähig. Für mich selbst reicht es, wenn die Teile per Heisklebe im Gehäuse befestigt werden. Aber wenn jemand auch Interesse daran hat, bitte melden! Dann mach ich ne kleine Platine. Fotos , Schaltplan und Arduino-Quellcode kommen noch...

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Die Heizplatte kann man auch gut zum Kaffee-Warmhalten benutzen! 😀

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mega-hz schrieb: Die Heizplatte kann man auch gut zum Kaffee-Warmhalten benutzen! :D

Am Abend trink ich aber lieber ein Bier als Kaffee - nach zu viel Kaffee kann ich nämlich nicht schlafen.

Hast Du da auch schon eine Lösung gefunden um damit Bier zu kühlen? :-)

Wenn da ein Peltier Element drin wär sollt's ja ganz einfach durch umpolen gehen :-)

so long,

Hias

Peltier wäre aber zum heizen nicht stark genug, könnte man aber sicher kombinieren! Na da nehme ich doch lieber den klassischen Bier-Kühlschrank und entnehme dem einfach ein kühles... Vortiel ist: nach 10 Bier lässt sich alles gut entlöten/löten, egal was es ist.... Für mein Schweissgerät hab ich nun Holz-Elektroden bestellt, muss ein paar Bretter schweissen...

😀 😀 😀

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Hi,

trotz der vielen Löttips sind mir einige Ratschläge nicht klar.

Wenn man so eine Heizplatte nimmt, wie soll man da die zu bestückende Platine mit erwärmen?

Wenn man einen Widerstand von oben reinsteckt gucken die Beine unten meilenweit raus, also kann man die nicht mit der Lötseite auf die Heizplatte legen.

Mit der Bestückungsseite etwa und dann die bereits vorhandenen Bauteile ständig auf 150 Grad?

Das mit der Heißluftpistole ist auch ein Rätsel für mich. Sobald die Heißluft weg ist sinkt die Platinentemperatur relativ schnell. Ständig die ganze Platine heiß halten geht auch nicht, außerdem muß man die ja irgendwo auch mal anfassen können.

Wenn man nur einen Bereich für das jeweils nächste Bauteil erwärmt läuft die Heißluftpistole quasi stundenlang und erwärmt hauptsächlich die Wohnung (nicht daß meiner Bude das bei dem Wetter schlecht bekommen würde ...)

Bislang funktioniert für mich meine bisherige aber sehr zeitaufwendige Methode am besten: Widerstand (o.ä.) passend biegen, die betroffenen Lötzaugen beidseitig hauchdünn mit Flußmittel einpinseln, das Lötauge suchen, wo keine großflächige Masseverbindung dran hängt, den Pin kurz anlöten (spätestens da braucht man die dritte Hand: 1 um das Bauteil zu halten, die zweite für den Lötkolben, die dritte für das Lötzinn), dann die Pins passend kürzen, prüfen ob das Bauteil schön gerade sitzt und ggf durch nochmaliges erhitzen der einen Lötzstelle kurz beweglich machen. Dabei verbrennt man sich dann die Flosse, die das Bauteil hält. Dann den Bereich des anderen Lötpunktes mit Heißluft in einem kleinen Bereich von der Lötseite vorwärmen und zuletzt diese Stelle löten. Macht 3-5 Minuten pro Widerstand / Kondensator / Spule.

Hmmm ...

Erhard

Jede Info, die zu Hause auf meinem Rechner liegt habe ich unterwegs nicht verfügbar. Jede Info, die im Netz liegt finde ich nicht wieder, wenn ich sie benötige.

am einfachsten ist es, je nach PCB Größe, sich einen Karton zu nehmen in dem die Heizplatte hereinpasst. Oder falls Heissluftfön: Ein Loch an der Seite wo der Fön reinkommt und ein großes ca. 10x10cm / 15x15cm Loch von oben. Da kann man dann die Platine schön drauflegen. Noch schöner wären aber auch Holzleisten oder Aluprofile und damit ein Gestell bauen.

Für bedrahtete Widerstände oder Kondensatoren brauch man das aber nicht. Eher für Massereiche Flächen, SMD Bauteile oder wenn etwas entlötet werden soll.

Für den Heissluftfön kann man auch einen Ständer bauen in dem der eingeklemmt wird, damit die Hand frei bleibt.

Anstatt jede Lötstelle mit Flussmittel von oben und unten zu versehen, kannst Du auch einfach großzügig viele Lötstellen auf einmal bepinseln! Zuviel gibts da nicht. Und es reicht wenn das Flussmittel von einer Seite aufgebracht wird, es zieht von selber in das Pad herein. Nach dem Löten eben reinigen um überschüssiges Flussmittel zu entfernen. (Oder gleich ein Lötzinn benutzen welches gutes Flussmittel enthält)

Zusätzliches Flussmittel benutze ich nur bei SMD Bauteilen oder ganz schlechten Platinen a la XE.

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Hi,

mega-hz schrieb: Da kann man dann die Platine schön drauflegen.

Die Bauteile fallen doch raus, wenn Du die Platine mit den Bauteilen nach unten auf so einen "Heizkarton" legst.

Die meisten Kondensatoren haben jeweils einen Lötpunkt mit großflächiger Anbindung (Masse). Ich hab sogar schon einige Lötpunkte gefunden, die trotz Durchkontaktierung beidseitig mehrfach mit einer Massefläche verbunden sind.

CU, Erhard

Jede Info, die zu Hause auf meinem Rechner liegt habe ich unterwegs nicht verfügbar. Jede Info, die im Netz liegt finde ich nicht wieder, wenn ich sie benötige.

fast alle bedrahteten Bauteile kann man doch von oben fixieren damit sie nicht herausfallen. Meist reicht auch nur ein Beinchen. Selbst ICs überkreuz je einen Pin fixieren. Dann umdrehen und alles verlöten.

Wenn Du Platinen mit Loch in reiner Massefläche hast, hat der Entwickler nicht aufgepasst: Es gibt in allen PCB Layout Programmen die Funktion "Thermals" wodurch die Masseanbindung des Pads mittels 4 dünneren Bahnen an die eigentliche Massefläche angeschlossen sind, eben um Hitzeverlust beim Löten zu verringern. So sollte es sein:

Anhänge:

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Es gibt natürlich auch Ausnahmen z.B. im HF Bereich oder wenn da sehr starke Ströme fliessen müssen so wie bei meinem 40A Solarregler, da ist es gewollt das KEINE Thermals sondern Loch-in-Kufper verwendet werden, die hohen Ströme würden sonst die 4 kleinen Masseanbindungen wegbrennen. Da muss man beim Löten der Buchsen und Sicherungen schon gut vorheizen, zumal wenn auch beidseitig Masse da ist.

Darf ich mal fragen mit welcher Leistung Du lötest?

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mega-hz schrieb: Es gibt in allen PCB Layout Programmen die Funktion "Thermals" wodurch die Masseanbindung des Pads mittels 4 dünneren Bahnen an die eigentliche Massefläche angeschlossen sind, eben um Hitzeverlust beim Löten zu verringern.

... vielen Dank für diese logische Erklärung. Ich habe mich bisher immer gefragt warum manche Lötaugen diese Sternform haben. Jetzt weiß ich es. 😀

Olix schrieb: Es gibt auch günstige Geräte wie die ZD-915, die habe ich: 61sXl-IcolL.SL1000.jpg

Die hab´ ich mir jetzt auch mal gegönnt - Lötstationen habe ich schon genug; da reicht eine reine Entlötstation. 😉

Danke für den Tip.

Sleeπ

Den Tip hab ich gerne gegeben, aber einmal bedanken hätte gereicht 😂

Danke; sorry...

Der Browser zickt gerade rum / ist nach dem Abschicken hängen geblieben -> dachte das Abschicken hat nicht geklappt -> nochmal probiert -> 2 x bedankt.

Aber besser 1 x zuviel bedankt als garnicht.

Doppelpost gelöscht.

😁

Sleeπ

Hi,

mega-hz schrieb: fast alle bedrahteten Bauteile kann man doch von oben fixieren

finde ich nicht schön. Es gibt meist irgendwelche Zinnreste an den Bauteil-Pins oberhalb der eigentlichen Lötstelle.

mega-hz schrieb: Darf ich mal fragen mit welcher Leistung Du lötest?

Ja, klar. Auf dem Lötkolben steht: "32V 100W".

CU, Erhard

Jede Info, die zu Hause auf meinem Rechner liegt habe ich unterwegs nicht verfügbar. Jede Info, die im Netz liegt finde ich nicht wieder, wenn ich sie benötige.

Erhard schrieb: Hi,

mega-hz schrieb: fast alle bedrahteten Bauteile kann man doch von oben fixieren

finde ich nicht schön. Es gibt meist irgendwelche Zinnreste an den Bauteil-Pins oberhalb der eigentlichen Lötstelle.

Hmm, verstehe ich nicht, bei mir läuft das Zinn sauber ins Loch, auch von oben gelötet.

mega-hz schrieb: Darf ich mal fragen mit welcher Leistung Du lötest?

Ja, klar. Auf dem Lötkolben steht: "32V 100W".

CU, Erhard

Na 100W klingt doch gut! Wenn Du aber solche Probleme mit dem Fliesverhalten des Zinns hast, es Nasen zieht oder so, vielleicht probier doch mal ein paar verschiedene Zinnsorten! Ich hatte auch mal in der Fa. ein Zinn mit einem "No-Clean" Flussmittel, das hat sich auch so ähnlich verhalten. (No Clean bezieht sich auf die Reinigung, muss hinterher nicht gereinigt werden, Blödsinn, wir haben immer alles gereinigt.) Das Zinn welches ich am liebsten benutze enthält Kolophonium als Flussmittel.

Und die Spitzenbreite sollte nicht zu klein sein damit die Wärme auch übertragen werden kann. Temperatur bei größeren Lötstellen hochdrehen ist n.i.O, das Lötzinn mit seinem Flussmittel hat schon seine Daten mit dem es am besten arbeitet. Siehe Datenblätter (z.B. bei Mouser). Hat man zuviel Hitze kann es passieren das das Flussmittel schon viel zu früh verdampft.

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Sleeπ schrieb: Nur das Wiederreinfummeln des Glaskolbens nach der Reinigung könnte etwas einfacher gehen.

... da gebe ich dir zu 100% Recht.

Ich bin jedes mal wieder am fluchen. Das blöde ist nur, dass man mit der Reinigung auch nicht zu lange warten sollte, sonst lässt die Saugleistung deutlich nach.

Aber irgendwie habe ich es bisher immer hinbekommen, das Teil raus und wieder rein zu bekommen. Und für den Fall dass es mal schief geht, habe ich von dem Glaskolben eine Reserve in der Kiste. Für das Gerät gibt es so ziemlich alle Teile für wenig Geld asl Ersatzteil zu kaufen.

Ja, die Entlötstation habe ich mir auch geholt. Mit Lötkolben und Entlötlitze habe ich eher so eine Art Brandmal hinterlassen, aber nicht wirklich die Bauteile rausbekommen. Mit der Vakuumpumpe war ein Speicherbaustein in wenigen Momenten gelöst.

Bei der Reinigung habe ich immer in die falsche Richtung gedacht - Richtig geht es: den Kolben erst zum Filter hinschieben, dann lässt er sich einfach herausnehmen.

8 Bit reichen völlig aus

mega-hz schrieb: Vortiel ist: nach 10 Bier lässt sich alles gut entlöten/löten, egal was es ist....

Löten sieht einfach aus, ist aber ein recht komplexes Handwerk. Nach der interessanten Lektüre dieses Threads bleibe ich lieber bei meinem Lötsklaven 😉. Wolframs Tipp war der einzige, den ich verstanden habe 😬😂.

Hier würde ich gerne mal ein paar Erfashrungen tauschen:

Es geht um SMD LED, speziell WS2812 mit 6 Pins.

Ich habe mal ein Audio Hifi Messgerät für jemanden gebaut (auch Aussteuerungsanzeige genannt). Dies umfasste den Bereich von -40 bis +12dB. Als µC habe ich eine Atmega328 benutzt der seine analogen Daten von einem OP (als Vorverstärker) geliefert bekam. Der µC hat 2x 70 WS2812 LEDs angesteuert. Somit eine sehr große Breite an Messpunkten. Das Löten von Hand der LEDs brachte allerdings große Probleme! Dadurch das man den Lötkolben ja nur an einen Pin z.Z. halten kann, war die Hitzeeinwirkung extrem einseitig so das sich die Bonding-Drähte im Inneren der LED sichtlich verbogen haben. Insgesamt musste ich von den 2x70 LEDs über 30 Stück erneut austauschen und neu bestücken! Mit Heissluft und korrekter Positionierung wäre das nicht passiert. SMD LEDs müssen also am besten komplett erhitzt und gelötet werden!

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Ich hatte vor einiger Zeit schonmal die QUECDO T12-956 Lötstation aus China erwähnt und mir diese gekauft. Nun wollte ich mal kurz meine Erfahrungen damit erzählen:

Also seitdem ich diese Lötstation inkl. etlicher verschiedener Lötspitzen besitze, habe ich nix weiteres benutzt. Es gibt absolut NICHTS zu bemängeln! Die Temperatur ist in allen Situationen super stabil und wenn ordentlich Hitze z.B. bei großen Masseflächen erforderlich ist, "schiebt" sie einfach nach. Genug Leistung, präzise einzustellen, kann man auch gut kalibrieren (100Grad kochendes Wasser) Auch die automatische Standby-Regelung auf 150Grad sowie das spätere automatische Abschalten nach nicht-benutzung ist klasse! Rundrum gesagt: absolutes 1A Produkt! Ein ganz kleines Manko gibt es jedoch, kann aber auch sein das es an meiner Lötkolben Halterung liegt: Manchmal löst sich die Lötspitze etwas so das eine Fehlermeldung kommt. Kurzer Druck auf die Spitze und sie sitzt wieder richtig. Für das Geld bekommt man nirgendwo eine so gute Lötstation! Und auch die Lötspitzen sind sehr günstig! Ich habe sowohl bleifrei als auch verbleit gemisht damit gelötet, der Spitze interessiert es garnicht, was man verlötet! Macht einfach und gut.

Ich kann jetzt natürlich nur für meinen Heim Gebrauch berichten, In der Fa. wo ich war, hatten wir 25+Jahre die Weller Magnastat täglich am laufen. Ob diese Lötstation den Dauerbetrieb in einer Fa. mitmacht, kann ich so nicht beurteilen, vom Gefühl her würde ich aber überwiegend zum JA tendieren.

Da intern ein 24V Schaltnetzteil verbaut ist, wird sicher irgendwann dieses mangels guter Elkos ausfallen. Aber selbst dieses Netzteil ist ein Standart-Produkt.

Weitere Ergebnisse stelle ich dann in einem Jahr hier rein.

Wer gerne Weller Zubehör bzw. meine aussortierte Sammlung haben möchte, schaut mal hier: https://www.mega-hz.de/forum/viewforum.php?f=11&sid=8dedbba04f639d37b70a8525f7d3936c

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ich habe hier mal so eine bleifrei lötpaste bestellt und bin total begeistert davon! https://www.amazon.de/gp/product/B0BLNJMTRF/ref=ppx_yo_dt_b_search_asin_title?ie=UTF8&psc=1 Die Paste ist mit 138Grad angegeben, was für bleifreies Zinn schon sehr niedrig ist. Einfach auf die Pads auftragen, selbst wenn nicht so genau plaziert, die Paste schwimmt zu den Beinchen vom IC! Habe dann nach dem aufsetzen des ICs mit 350Grad Heissluft kreisend die Paste/IC erhitzt und siehe da, das Zinn wandert automatisch zu den Beinchen! Es wird sogar das evt. leicht schief liegende IC automatisch ausgerichtet! Falls man zuviel von der Paste genommen hat, könnten Zinnperlen entstehen, die kann man aber gut mit etwas spitzem wegschubsen. Die Lötstellen sehen sogar glänzend aus, im Gegensatz zum normalen bleifreien Zinn, was immer irgendwie nach Wasserschaden aussieht. Klasse Teil! Die Re-Schmelztemperatur, also wenn man die Lötstellen wieder neu löten möchte, ist jedoch viel höher als 138Grad. Da sind schon 350+ erforderlich. Das ist auch ein gutes Zeichen, bedenke, man hätte eine Platine auf der ein Bauteil sitzt, welches heiss wird. Bei 138Grad würde es sich evt. entlöten. Dies ist aber zum Glück nicht der Fall!

Wenn die Lötpaste einige Tage an der Luft war, könnte es sein, das man zuerst ein paar cm rausdrücken muss. Oder aber eine luftdichte Kappe auf die Spitze setzen.

Klasse Teil, diese Paste!

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Da haste wohl die letzte Tube erwischt 😉.

"Derzeit nicht verfügbar."

Gtx., andY

Ressortleiter Hardware - Save the past and use the future!© andYManOne / Demozoo / Brandnew: Live 24/7 Stream - Industrial - Chiptune/Covers - Vocal Dream - EDM - Indie - own tracks

achso, na da gibt es etliche Angebote

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Hallo,

was bedeutet eigentlich bei Lötzinn die Bezeichnung "noclean" ???

Hoffentlich nicht, daß es nur dreckige Lötstellten gibt .... ?

Erhard

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Erhard schrieb: Hallo,

was bedeutet eigentlich bei Lötzinn die Bezeichnung "noclean" ???

Hoffentlich nicht, daß es nur dreckige Lötstellten gibt .... ?

Erhard

Nee, das heißt, man muss sich vorher nicht die Hände waschen 😂 😁 .

Gtx., andY

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Ich denke eher, daß das bedeutet, daß es sich nicht um reines (sauberes) Lot handelt und für Eloktrobereiche eher weniger geeignet sind. Ich habe aber immer beim Kauf auf Begriffe wie "Elekro(nik)lot" uä. geachtet. Da ist mir so eine Angabe nie vor die Augen gekommen ...

"noclean" betrifft das Flussmitel, Du musst bei "noclean flux" nachher nicht extra die Platine mit Isopropyl oÄ waschen um (aggressive) Bestandteile des Flussmittels zu entfernen.

Flussmittelreste sehen zwar evtl nicht so schön aus, schaden aber nicht und greifen auch das Kupfer nicht an.

Bei den nicht-noclean Flussmitteln ist Platinen-waschen nach dem Löten angesagt sonst ist die über kurz oder lang hinüber (Kupfer aufgefressen).

Die meisten Lötzinn/Lötpasten-Sorten sind mittlerweile "noclean", andere hab ich schon lang nicht mehr gesehen (und ewig nicht mehr verwendet).

so long,

Hias (der immer noch Lötzinn mit Blei bevorzugt, mit dem bleifreien Zeugs werd ich irgendwie nicht so warm)

nen kleinen Tick wärmer und dann passt Bleifrei auch bei Dir 🙂

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ich selber mag auch lieber verbleites Zinn, aber die Technik geht auch weiter und es gibt inzwischen auch sehr gute bleifreie Zinnsorten. Da sehen die Lötstellen auch nicht mehr aus wie nach nem Wasserschaden. Es tut sich was!

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Hallo,

HiassofT schrieb: "noclean" betrifft das Flussmitel, Du musst bei "noclean flux" nachher nicht extra die Platine mit Isopropyl oÄ waschen um (aggressive) Bestandteile des Flussmittels zu entfernen.

ah! Es ward Licht. Vielen Dank!

HiassofT schrieb: Hias (der immer noch Lötzinn mit Blei bevorzugt, mit dem bleifreien Zeugs werd ich irgendwie nicht so warm)

Erhard (dem leider die Restbestände davon langsam ausgehen)

mega-hz schrieb: inzwischen auch sehr gute bleifreie Zinnsorten. Da sehen die Lötstellen auch nicht mehr aus wie nach nem Wasserschaden. Es tut sich was!

Und wie gut lassen sich damit verlötete Teile entlöten (Stichwort Zinnabsaugpumpe / Entlötkolben)?

Wir sind in dieser Beziehung ja anders als die Industrie. Die wollen das Wegschmeißen, da braucht man nix Entlöten - wir wollen das Reparieren.

Erhard

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Ich habe ja versucht bei AliExpress noch verbleites zu bekommen, war aber alles Schrott. Gibt es sonst noch Quellen?

mega-hz schrieb: nen kleinen Tick wärmer und dann passt Bleifrei auch bei Dir :-)

Nah, ich bleib da lieber bei der Empfehlung der RoHS Richtlinie die besagt, dass bei der Reparatur von (nicht-RoHS) Altgeräten das gleiche (=verbleite) Lot verwendet werden soll - u.A. um eventuell problematische Mischlegierungen zu vermeiden.

Bei höherer Temperatur ist eine weitere Frage ob das die Platine mitmacht oder ob einem dann die Lötaugen und Leiterbahnen entgegen fallen. Grad bei den XE und XF551 Platinen hab ich da so meine Bedenken.

so long,

Hias

es ist aber nicht die Hitze, die die Lötpads beim XE abreissen lässt, sondern eher eine mechanische Belastung beim entlöten. Bleibt meist leider nicht ganz aus....

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HiassofT schrieb: "noclean" betrifft das Flussmitel, Du musst bei "noclean flux" nachher nicht extra die Platine mit Isopropyl oÄ waschen um (aggressive) Bestandteile des Flussmittels zu entfernen.

Flussmittelreste sehen zwar evtl nicht so schön aus, schaden aber nicht und greifen auch das Kupfer nicht an.

Bei den nicht-noclean Flussmitteln ist Platinen-waschen nach dem Löten angesagt sonst ist die über kurz oder lang hinüber (Kupfer aufgefressen).

Die meisten Lötzinn/Lötpasten-Sorten sind mittlerweile "noclean", andere hab ich schon lang nicht mehr gesehen (und ewig nicht mehr verwendet).

so long,

Hias (der immer noch Lötzinn mit Blei bevorzugt, mit dem bleifreien Zeugs werd ich irgendwie nicht so warm)

Oh - wieder was gelernt!

. Da ich ja inzwischen öfters mal mit SMD Bausteinen zu tun bekomme und das Verlöten der Winzigteile mit einem baumstammgroßen Löteisen doch anstrengend ist habe ich mir jetzt mal bei Amazon so eine Miniheizplatte bestellt. Ich dachte für weniger als 30 Euro kann man nicht viel falsch machen. die Platte ist zwar nur 5 cm x 5 cm groß, aber für die UGV-SMD Platine genau richtig.

Da das Gerät über die 20V eines 65 Watt USB-C Netzteils gespeist wird muss man sich auch nicht wegen nicht geerdeter 220V Metallteilen keine Sorgen machen. Bei dieser Art billiger Chinaelektronik verzichte ich auf Geräte mit 220V Anschluss.

20250128_174805.jpg

Heute das erste mal getestet und bin begeistert. Bei der Dosierung der Niedertemperatur Lötpaste muss man etwas aufpassen aber mit etwas Übung klappts. Ich muss sagen, dass mich die ersten Versuche voll überzeugt haben. Bin auf jeden Fall mit dem Ergebnis zufrieden:

20250128_174914.jpg 20250128_174856.jpg

Anhänge:

Hallo,

wie gehst Du dabei vor?

Auf die noch kalte Platine Paste drauf, Chip in die Paste legen und dann die Platine auf den Ofen?

Erhard

Jede Info, die zu Hause auf meinem Rechner liegt habe ich unterwegs nicht verfügbar. Jede Info, die im Netz liegt finde ich nicht wieder, wenn ich sie benötige.

. Auf "YouTube" gibt es viele Anleitungen, da kann man sich viel abgucken 😉

zB: https://www.youtube.com/watch?v=6dF3fO4Uayc

Wir wissen, dass es Dinge gibt, die wir nicht wissen. Aber es gibt auch Dinge, von denen wir nicht wissen, dass wir sie nicht wissen. HOME

Erhard schrieb: wie gehst Du dabei vor? Auf die noch kalte Platine Paste drauf, Chip in die Paste legen und dann die Platine auf den Ofen?

Genau so mache ich das. Aber nicht zu viele Teile auf einmal, das wird mir zu hektisch, bin ja nicht mehr der Jüngste:

Normalerweise ist das Schöne bei der Methode, dass durch das in der Paste reichlich enthaltene Flussmittel, die Bauteile sich quasi selbst ausrichten. Die müssen also auf der kalten Platine nicht 100% eingepasst werden. Wenn sie etwas schräg sind normal auch kein Problem. Aber darauf verlassen kann man sich nicht. Manchmal muss man mit der Pinzette und einer ruhigen Hand etwas nachhelfen und den störrischen Bauteilen die nicht selbst in die richtige Position rutschen einen kleinen Supser in die richtige Richtung geben.

Bevor man dann die nächsten Teile in Angriff nimmt, muss man aber einen Moment warten bis die Platine wieder etwas abgekühlt hat. Sonst verläuft einem die Lötpaste zu arg.

Das A und O für einen erfolgreichen Lötvorgang ist auch die richtige Dosierung der Paste. Wenn man du viel verwendet dann entstehen so kleine Zinnkügelchen, die man zwar leicht entfernen kann, aber man darf sie auch nicht übersehen. Wenn man noch mehr Paste verwendet entstehen natürlich auch leicht Lötbrücken bei den IC-Füßchen. Aber auch das lässt sich korrigieren.

Ich versuche das mal mit meinem Smartphone heute Abend zu filmen. Kann aber nicht versprechen dass das klappt.

Hallo nochmal,

und wie kriegt man die Platine mit dem flüssigen Lot von der 240 Grad heißen Platte runter?

Erhard

Jede Info, die zu Hause auf meinem Rechner liegt habe ich unterwegs nicht verfügbar. Jede Info, die im Netz liegt finde ich nicht wieder, wenn ich sie benötige.

. @ Erhard Du hast doch bestimmt auch ein Bügeleisen: https://imgur.com/YAQFcK7 😮

Wir wissen, dass es Dinge gibt, die wir nicht wissen. Aber es gibt auch Dinge, von denen wir nicht wissen, dass wir sie nicht wissen. HOME

im "Ofen" oder auf der Heizplatte würde ich das nur machen, wenn es sich auch richtig lohnt, also viele Bauteile drauf, alle plazieren und in einem Rutsch dann.

Wenn man aber mehrere Durchgänge machen möchte, z.B. erst ein paar Widerstände, dann ein paar ICs.. usw. ist es für die Platine ein Stress, immer wieder komplett aufgeheizt zu werden! Im schlimmsten Falle delaminiert die Platine! Und sowas wie Bügeleisen ist absolut nicht zu emfehlen, da komplett unkontrollierte Temperatur! Meist viel zu hoch.

Besser gehts mit der Heizplatte zur sanften Vorwärmung, ca.90-120 Grad und die Bauteile mit Heissluft verlöten. 0805 oder 1206 Bauteile wie Widerstände und Kondensatoren löte ich zu 99% immer von Hand: Ein Pad mit etwas Zinn versehen, Widerstand mit Pinzette und Lötkolben dann auf dem verzinnten Pad fixieren und die andere Seite löten. Fertig.

Was natürlich das Non-plus-ultra wäre: (und zum Selberbauen garnicht so schwer) Einen kleinen Reflow-Ofen mit Förderband und 3-4 Heizzonen. Das Förderband kann man sehr gut mit dünnen Fahrradketten zum Transport der PCB bauen, angetrieben mit einem drehzahl-geregelten Getriebemotor. 3-4 Heizelemente oder 1000W Halogenstrahler in 3-4 Kammern mit Temperatur-regelung sowie einige Lüfter.

Dann kann man so ein Lötprofil wie es bei vielen Chips im Datenblatt beschrieben ist "fahren" und das Ergebnis ist eine professionell hergestellte Platine. Meine Reflow-Löt"strasse" ist in Gedanken schon fertig, will die irgendwann auch mal bauen.

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Ich habe im Dezember so 'ne Heizplatte bei Amazon gekauft, wie sie von Ali-Expreß (ich glaube von Dir) in einem anderen Thread empfohlen wurde. Leider liegt diesem Teil keine vernünftige europäische Nutzungsanleitung bei, nur daß sie mit der normalen Netzspannung betrieben werden können soll. Das törnt von einer Benutzung ganz schön ab 😮 Wie wendest Du das Ding eigentlich an? Ich frage nur mal so, weil bei einer ersten "Testaufheizung" (nachdem ich dem Teil mit Lüsterklemmen ein Eurokabel spendiert hatte) das Teil doch so heiß wurde, daß man Angst bekommen könnte, die Platinen könnten schmelzen ...

Auch ich hab mir so eine Ali-Heizplatte bestellt. Als ich die dünnen Drähte gesehen habe an die ich 220V anklemmen soll, die dann in dem flachen Metallgehäuse verschwinden habe ich es ganz schnell weg gepackt. Ich habe mich nicht mal getraut die Platte testweise einzuschalten. Das Ding hat weder Schutzerde noch irgendeine Regelung oder Sicherung. Ich verwende es jetzz einfach als Unterlage wenn ich etwas mit dem Heißluftgebläse bearbeite.

Das kleine Teil, das ich jetzt gekauft habe geht mit USB Netzteil mit maximal 20 Volt. Und regelt die Temperatur. Mit meinem 65 Watt Netzteil konnte ich sogar bis 300 Grad aufheitzen. Zumindesr laut Anzeige. Mein IR Thermometer geht nur bis 210 Grad. Für die Lötpaste mit 190 Grad Schmelztemperatur hab ich wieder deutlich runtergeregelt auf 220 Grad.

. @mega-hz: Ich finde es ja faszinierend was du als "gar nicht so schwierig" zum Bauen findest. Deine Beschreibung einer DoItYourself Lötststaße ist für mich schon Raketenwissenschaft. 😂

zu der Ali-Heizplatte:

Zuerstmal, die ist nur die reine Heizplatte, aber nicht dafür gedacht, direkt an 230V angeschlossen zu werden! Es MUSS unbedingt ein Temperaturfühler sowie eine Steuerung dafür eingesetzt werden! Sonst heizt sich das Ding wohl auch tot, mit 400W geht das recht schnell. Dann zum Thema Schutzerde: Da die Heizplatte kein Fertiggerät sondern nur ein Ersatzteil ist, fehlt das Schutzkontaktkabel auch. Das sollte man selber daran schrauben. Ich hatte meine kleine Steuerung bereits vorgestellt, keine HighTech nötig, kleiner ArduinoNano, ein Display, Netzschalter und 3 Taster sowie ein SSR für die Heizung und ein kleinen 230VAC-5VDC Wandler plus Gehäuse, fertig. Ein nettes Wochenende-Projekt!

Wer es etwas größer haben will, kann auch eine Heizplatte für einen 3D Drucker nehmen, die sind meist so ca. 200x200 bis 300x300mm groß, aus Alu und meist 12 oder 24V. Die würde ich aber auch nicht komplett ungeregelt laufen lassen...

Die Platinen können bei zu langer hoher Temperatur immer delaminieren!

@Olix: Wenn Raketentechnik so einfach wäre, hätte ich schon eine gebaut die bis Moskau fliegen kann 🙂

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ich habe das auch mal mit meiner "Ali" Heizplatte probiert, aber ich hatte den Controller nur bis max. 160Grad begrenzt, da der Temperaturfühler ab 170Grad Müll liefert. Die Heizplatte hat ja eigentlich nur den Zweck zum Vorheizen, nicht direkt zum kompletten löten. Ich konnte aber beobachten, daß die Lötpaste bereits aktiviert wurde, jedoch nicht richtig am schmelzen war, da sie ja 180+ Grad braucht. Inzwischen habe ich jedoch ein Thermoelement welches bis ca.800 Grad messen kann, das werde ich noch einbauen. Dann kann im Controller auch ein Lötprofil für die 180Grad Paste programmiert werden: 1.Phase: auf 120Grad aufheizen, 2.Phase: auf 150Grad zum aktivieren für 30sek. aufheizen 3. Phase: auf 200Grad zum löten für 2min aufheizen 4.Phase abkühlen lassen.

Soldering-Table-3-1030x518.jpg nur noch Ketten, fette Halogenlampen Gehäusebleche und Motoren... Fertig ist die Reflow-Anlage 🙂 nee nee, zu viele Baustellen.... 😉

Aber das kleine Teil scheint ja echt ganz gut zu sein... @Olix: hast Du schonmal größere Bauteile damit gelötet? ESP32, SMD-SRAMs, Spannungsregler etc.? Kommt dann noch genug Wärme an?

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Heute kam ein Freund von mir vorbei mit der Bitte, die 8mm Kontakthülsen seines RC-Motorboots durch 10mm Hülsen und Stecker umzulöten. Ich konnte es nicht glauben, aber die 8mm Durchmesser- Steckverbinder waren zu schwach für den Motor! Heftig. Warum ich dieses hier schreibe? Es hat mal wieder bewiesen, wie wichtig es ist, das die Lötstation ordentlich nachschieben kann. Bei meiner Lötstation (siehe weiter oben) musste ich nur eine schön breite Lötspitze einstecken und los ging es mit 360Grad. 20sekunden ca. hat es gedauert, dann löste sich die alte Hülse vom Kabel. Weitere 20sekunden und die neue Hülse war dran. Ohne Druck oder so. Die Lötstation ist ech Spitze!!! (Aliexpress Quecoo T12-956)

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